Glossar an Begrifflichkeiten

auf deutsch: Unternehmensengagement

Unter Corporate Citizenship (CC) versteht man das gesellschaftliche oder auch bürgerschaftliche Engagement von Unternehmen. Demnach wollen sich die Unternehmen als „Bürger“ der Gesellschaft einbringen. Typische Vorgehensweisen sind zum Beispiel:

 

  • Spenden (in Form von Geld-, Sachspenden)
  • Sponsoring und Cause Related Marketing
  • Pro-Bono Aktivitäten
  • Freistellung von Mitarbeitern für gemeinnützige Zwecke (Corporate Volunteering)
  • Einrichtung einer Stiftung über die anschließend das Engagement läuft

Auf diese Weisen engagieren sich Unternehmen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Wichtig zur Unterscheidung von CC und C(S)R ist dabei bei CC der Fokus auf die Ausgaben im Kontext des gesellschaftlichen Engagements, die außerhalb des Kerngeschäfts liegen. Im Zuge dieser Aktivitäten definiert das Gemeinnützigkeitsrecht in Deutschland steuerliche Begünstigungen und die Anerkennung gemeinnütziger Zwecke.

vlg. Gabler Wirtschaftslexikon (Revision von Corporate Citizenship vom 25.08.2021)

auf deutsch: Unternehmensverantwortung

Corporate Social Responsibilty (CSR) oder Corporate Responsibility (CR) stellt die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen. Unternehmen sollen ihre Verantwortung nicht nur benennen können, sondern auch entsprechend dieser handeln. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines möglichen Reputationsverlustes sowie dem einbüßen der „Licence to operate“, also der grundlegenden Legitimierung der Gesellschaft dem operativen Geschäft nachzugehen, sollten CR Maßnahmen bespielt werden.

 

Unternehmen verstehen sich als in die Gesellschaft eingebettet und interagieren mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen (Stakeholdern) im Einklang. Neben einer ökonomischen Verantwortung liegen somit auch gesellschaftliche und ökologische Ziele im Fokus der Unternehmen (Triple-Bottom-Line).

 

Gemeinsam mit starken Partner*innen aus allen Sektoren schaffen wir so eine solide Datenbasis, um Seit 2017 müssen große Unternehmen und Finanzdienstleister (> 500 Mitarbeitende) in Deutschland über ihre gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen berichten.

 

Die Themen der Verantwortung richten sich nach dem Prinzip der Wesentlichkeit (eng: Materiality) welche durch die relative Nähe zum Kerngeschäft bestimmt werden und sich je nach Kontext und Branche unterscheiden können. Typische Themen von C(S)R sind: Umweltschutz, Klimaschutz, Menschenrechte, sowie arbeitsrechtliche sozialrechtliche Regelungen, insbesondere im Bereich von Lieferketten, Verbraucherschutz, aber auch nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltige Produkt- und Geschäftsmodelinnovation.

vgl. Gabler Wirtschaftslexikon (Revision von Corporate Social Responsibility vom 24.09.2019)

Die Norm stellt einen international verabschiedeten ganzheitlichen Referenzrahmen für das komplexe Thema der gesellschaftlichen Verantwortung dar und wurde in Übereinstimmung mit bestehenden internationalen Dokumenten und Standards entwickelt. Besonderheit ist, dass die DIN ISO 26000 sich nicht nur an Unternehmen, sondern an Organisationen jeder Ausprägung richtet. Die Norm ist also universell anwendbar, unabhängig von Tätigkeitsfeld, Größe, Eigentümerstruktur, gesellschaftlichem Kontext, der Kultur oder dem religiösen Hintergrund. Sie unterscheidet sich damit beispielsweise von den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen oder der dreigliedrigen Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu multinationalen Unternehmen, welche sich gezielt auf Organisationen der Wirtschaft beziehen.

vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

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